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Petra-Marita Sadowski

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Textile Reliefs

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Franz Josef van der Grinten Franz Josef van der Grinten Arachne mit ihrem Faden kann wohl eigentlich ein Symbol für alle Kunst sein: Hervorbringung aus eigenem Inneren, sie bezeugt Leben, sie projiziert es ins Zukünftige, sie schafft, was dasein wird vom Augenblick seiner Schöpfung an. Geflecht, Gewebe, Garn; der Faden, der auf ein Ziel hin sich abrollt, auf ein Ganzes hin sich verknüpft; der rote manchmal - vielleicht der Ariadnes im Labyrinth -, der im Wirrwarr den Verlauf zu finden hilft, spannungsvoll durchkreuzt und untermengt. Arachnes Netz, preziös, wenn übertaut, aber auf jeden Fall jenseits aller Zweckhaftigkeit schön, gleichnishaft zeigt es, wo Kunst beginnt: in der Schönheit, die dem; was werden muß, innewohnen kann, wenn sie vollzogen wird, und in der Bindung nicht nur an eine über Allem stehende Regel, sondern auch ans jeweilige Werkstück sich selber gibt: dialektisches Spiel von Freiheit und der Unfreiheit, in die sie sich aus freien Stücken begibt. Homo faber: der schöpferische Mensch ist Herr und Diener zugleich, der, der entscheidet, der, der ausführt; beides fällt in eins und ist identisch. G anz aus sich selbst freilich kann - anders als Arachne - der Mensch sein Gebild nicht schaffen; das Stoffliche muß er sich von außen her aneignen. Und hat sich dessen Angebot von den zur Hand befindlichen Naturprodukten über die aus den vorhanden erst herauszulösenden bis zu denen hin erweitert, die er selbst sich schafft aus dem Wissen um die Reaktionsweisen der elementaren Materie, so ist doch der Maßstab, den er sich setzt, geprägt von der Erfahrung mit den natürlich überkommenen Dingen. Nicht weniger von ihrer Notwendigkeit des Sichbekleidens ist auch der Ursprung der Freude am Schmuck, und dessen Angelegenheit auf früheste individuelle Unterscheidung öffne ihn für die Trägerschaft von Inhalten; Bedeutung ist ja im Kern dasselbe wie Hinweis. Alle Hochkultur legt sich dar in der Emanzipation des Geformten. Handlungsfaden, Erzählstoff, dramatische Wirkung: was steht dahinter, wenn nicht das Spinnen, das Weben, die Wirkerei, und zum Schicksalsfaden und der Schere der Atropos, die ihn kappt, ist es nicht weit. E vokation: mehr als in anderen Bereichen der Kunst, den illusionistischeren, geht sie in den textilen Künsten vom Stofflichen aus, von den Materialien, ihrem Angebot aus dem Reichtum der Möglichkeiten und den Prozeduren, die darin angelegt sind. All dem zuwiderzuhandeln, es auch nur gar nicht erst wahrzunehmen, wäre dilettantisch im heutigen Sinne, nicht in dem der Zeit, der das Wort entstammt und in welcher die Liebe zu einem Metier, das zunächst fremd sein mochte, ein Gefühl dafür einschloß, was seines Wesens sei: Das Eine ist, daß man alles machen kann, das Andere, daß alles, was man macht, in sich sinnvoll sein sollte; und die Spanne ist groß, und sie zu überschreiten, bewußt, willentlich, geschähe in der Regel nicht ohne Gewaltsamkeiten, möchte sich

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